FAQ

Die Freiwillige Radfahrprüfung besteht aus einem theoretischen Teil und einem praktischen Teil. Um die Radfahrbewilligung zu erhalten, müssen beide Teile bestanden werden. Der theoretische Teil der Prüfung wird in der Schule vom Klassenlehrer/der Klassenlehrerin abgenommen. Nach bestandener theoretischer Prüfung fährt Ihr Kind zu einem von der Schule organisierten Termin gemeinsam mit der Klasse in den Verkehrserziehungsgarten und zeigt dort sein praktisches Radfahrkönnen der Polizei (praktischer Teil der Prüfung). Wenn Ihr Kind beide Teile der Prüfung bestanden hat, bekommt es die behördliche Radfahrbewilligung mit der Post nach Hause geschickt.

Termine für den praktischen Teil der Radfahrprüfung können mit Herrn Stross, dem Koordinator des Verkehrserziehungsgartens, unter der Tel. 0664/608 728 5459, vereinbart werden. Terminvereinbarungen für Schulen sind im Jänner möglich. Nach der Terminreservierung für die Prüfung kann Ihre Klasse gerne einen Termin für das Radfahrtraining bei Hrn. Mag. Jörg Ofner (FGM) unter der Tel. 0699/18104525 vereinbaren.

Die Schulen können sich einen Bus zum Verkehrserziehungsgarten organisieren lassen. Wenden Sie sich an die Firma Springer. Die Kontaktperson ist Frau Kuss-Unterschweiger unter der Tel. 0316/8060-132.

An die Straßenverkehrsordnung (StVO), es regelt das Verhalten von Radfahrerinnen (und allen VerkehrsteilnehmerInnen). Die Fahrradverordnung – als Ergänzung der StVO - behandelt die verkehrssichere Ausrüstung für ein- und mehrspurige Fahrräder und Fahrradanhänger, das Anbringen von Kindersitzen, höchstzulässige Ladegewichte und Sicherheitshinweise.

In Österreich dürfen RadfahrerInnen generell ab dem 12. Lebensjahr am Verkehrsgeschehen teilnehmen. Mit behördlicher Bewilligung (mit Radfahrausweis nach erfolgreich absolvierter freiwilliger Radfahrprüfung) dürfen Kinder ab dem 9. Lebensjahr, wenn sie die 4. Schulstufe besuchen oder ab dem 10. Lebensjahr selbstständig im Straßenverkehr Radfahren. Ohne Fahrausweis dürfen Kinder unter 12 Jahren nur unter Aufsicht einer Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, im Straßenverkehr Radfahren.

Prinzipiell dürfen RadfahrerInnen auf Österreichs Straßen nicht nebeneinander fahren.

Jedoch, RadfahrerInnen dürfen auf Radwegen, in Fahrradstraßen, in Wohnstraßen und in Begegnungszonen nebeneinander fahren.  

In Fußgängerzonen dürfen RadfahrerInnen nebeneinander fahren, wenn das Befahren der Fußgängerzone mit Fahrrädern erlaubt ist.

  • Zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen
  • Frontscheinwerfer mit weißem oder hellgelbem Licht und rotes Rücklicht
  • Rückstrahler* nach vorne wirkend (weiß) und nach hinten wirkend (rot), diese dürfen auch mit dem Schweinwerfer bzw. dem Rücklicht verbunden sein
  • Seitlich wirkende Rückstrahler* (z.B. Katzenaugen) oder reflektierende Reifen (weiß oder gelb)
  • Rückstrahler an den Pedalen (gelb)
  • Eine Vorrichtung zur Abgabe akustischer Warnzeichen (z. B. Klingel, Glocke, Hupe)

*oder Rückstrahlmaterialien (mit je mind. 20 cm² Lichteintrittsfläche), das können z. B. weiße oder rote Reflexfolien sein oder auch Speichenreflektoren, sog. „Speichensticks“.

Die Radhelmpflicht gilt für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. Der Radhelm muss von Kindern getragen werden:

  • wenn sie selbst Radfahren,
  • beim Transport auf Fahrrädern (z. B. im Kindersitz) oder
  • beim Transport in Fahrradanhängern.

Die Aufsichtsperson ist dafür verantwortlich, dass das Kind den Helm trägt. Es gibt keine Strafen beim Fahren ohne Helm, vielmehr setzt der Gesetzgeber auf Bewusstseinsbildung. Wenn der Helm wegen der körperlichen Beschaffenheit des Kindes nicht getragen werden kann, dann gilt diese Helmpflicht nicht.

  • Freihändig fahren
  • Füße während der Fahrt von den Pedalen geben
  • Sich von einem anderen Fahrzeug ziehen lassen
  • Potenziell gefährliche Gegenstände mit sich führen (z.B. aufgespannte Schirme, ungeschützte spitze Gegenstände etc.)

Ein deutlich erkennbares Handzeichen (in die jeweilige Richtung) geben.

Nein. Gehsteige und Gehwege dürfen mit Fahrrädern nicht in der Längsrichtung befahren werden. Nur das Queren, z.B. im Zuge der Zufahrt zu einem Fahrradabstellplatz, ist erlaubt.

Ausnahme: Für Kinder unter 12 Jahren ist das Befahren mit fahrzeugähnlichem Kinderspielzeug und ähnlichen Bewegungsmitteln in Schrittgeschwindigkeit gestattet, wenn dadurch FußgängerInnen und der Verkehr auf der Fahrbahn nicht gefährdet oder behindert werden.

Kinder dürfen mit einem Kinderfahrrad und ähnlichen Bewegungsmitteln (in Schrittgeschwindigkeit) am Gehsteig, Gehweg, in einer Wohnstraße und auf dem Radweg fahren, nicht aber auf der Fahrbahn. Ein Kinderfahrrad gilt rechtlich nicht als Fahrrad, sondern als „fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Ein Kinderfahrrad gilt dann im Sinne der StVO als solches, wenn es einen Felgendurchmesser bis 300 mm hat und eine Höchstgeschwindigkeit von 5 km/h erreichen kann. Kinder unter 12 Jahren, die keinen Radfahrausweis besitzen, müssen von einer Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, beaufsichtigt werden. Die Beaufsichtigung entfällt für Kinder über 8 Jahren für die Benützung der genannten Geräte, sofern diese ausschließlich durch Muskelkraft betrieben werden.

Damit eine Bremse noch funktioniert, falls die andere kaputt geht.

Auf Radfahrstreifen fahren RadfahrerInnen:

  • entsprechend dem vorgegebenen Richtungspfeil,
  • hintereinander,
  • auf der vorgegebenen Fläche (abgetrennte Linie rechts der Kfz-Spur),
  • so in der Spur, dass die Dooring-Gefahr (Gefahr, von plötzlich geöffneten Autotüren verletzt zu werden) minimiert wird und zugleich das Überholen durch Fahrzeuge mit Sicherheitsabstand möglich ist.

Achtung: Ein Radfahrstreifen muss immer auf der rechten Seite der Fahrbahn benützt werden.

Wenn das durchgehende Befahren eines Radfahrstreifens nicht möglich oder zulässig ist oder dieser endet, ist RadfahrerInnen der Wechsel auf den zunächst gelegen verbleibenden Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen, dass sie jeweils im Wechsel einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug nachfolgen können (Reißverschlusssystem).

In Fußgängerzonen ist das Radfahren grundsätzlich nicht erlaubt, das Fahrrad kann geschoben werden.

In Fußgängerzonen, wo das Radfahren durch Beschilderung erlaubt ist, fährt man als RadfahrerIn mit Rücksicht auf FußgängerInnen und maximal mit Schrittgeschwindigkeit.

Der tote Winkel ist jener Bereich, der von FahrzeuglenkerInnen trotz Rückspiegel nicht eingesehen werden kann. Um ihn zu vermeiden, stellen sich RadfahrerInnen entweder seitlich vor dem Fahrzeug auf, sodass sie gut gesehen werden können oder bleiben hinter dem Fahrzeug.

Elektrofahrrad: Pedelecs und E-Bikes bis zu einer Maximalleistung von 600 Watt und einer Geschwindigkeit bis 25 km/h gelten rechtlich als Fahrrad. Es sind dieselben StVO-Vorschriften anzuwenden wie beim Fahrrad.

Achtung: S-Pedelecs (schnelle Pedelecs mit einer Leistung von mehr als 600 Watt und einer Geschwindigkeit höher als 25 km/h) gelten nicht mehr als Fahrrad. Es sind dieselben StVO-Vorschriften anzuwenden wie bei einem Kleinkraftrad/Moped.

Für einen Termin zum Radfahrtraining können Sie mit der FGM mit dem Kontaktformular auf der Website, per e-mail oder telefonisch mit uns in Verbindung treten.

Kontaktperson für das Radfahrtraining in Graz ist Hr. Mag. Jörg Ofner, e-mail: ofner@fgm.at, Tel. 0699/18104525.

Kontaktperson für das Radfahrtraining in Wien ist Frau Tina Panian-Suzuki, B. phil, e-mail: panian@fgm.at, Tel. 0699/18104530.

  • Verkehrssicheres Fahrrad (StVO-tauglich, möglichst das eigene)
  • Funktionierender Fahrradhelm (StVO-tauglich, möglichst der eigene)
  • Unterschriebene Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten
  • Wettergerechte Kleidung/Schuhe
  • Verpflegung

Alle Kinder, die ein verkehrssicheres Fahrrad und einen funktionierenden Fahrradhelm haben, können am Radfahrtraining teilnehmen (auch jene Kinder, die an der Freiwilligen Radfahrprüfung nicht teilnehmen). 

Der theoretische Teil wird in den meisten Fällen in der Schule durchgenommen. Ihr Kind bekommt die Unterlagen vom Österreichischen Jugendrotkreuz als Vorbereitung für die Radfahrprüfung. Die Stadt Graz bietet gemeinsam mit der Forschungsgesellschaft Mobilität (FGM) ein Radfahrtraining in der Verkehrsrealität als Vorbereitung auf die Freiwillige Radfahrprüfung an.

  • Prüfungsbogen der theoretischen Prüfung
  • Einverständniserklärung mit Foto, unterschrieben von Eltern/Erziehungsberechtigten (= Bogen aus dem Vorbereitungsheft vom Österreichischen Jugendrotkreuz)

Die Radfahrprüfung wird meist im Rahmen des Schulunterrichts in der 4. Klasse Volksschule vorbereitet und durchgeführt. Die Prüfung ist freiwillig und berechtigt Kinder im Alter von 9 Jahren (wenn sie die 4. Schulstufe besuchen) bzw. 10 bis 12 Jahren zum Lenken eines Fahrrads im Straßenverkehr ohne Begleitperson. Für Kinder unter 12 Jahren besteht eine Radhelmpflicht. Verantwortlich dafür, dass das Kind den Helm trägt, ist seine Aufsichtsperson.

Die Radfahrprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die theoretische Prüfung wird meist in der Schule durchgeführt, die praktische Prüfung wird von der Exekutive abgenommen. Wenn beide Prüfungsteile positiv sind, wird dem Kind nach dem 9.  bzw. 10. Geburtstag der Fahrradausweis übermittelt. Dabei ist anzunehmen, dass die erforderliche körperliche und geistige Eignung sowie die Kenntnisse der straßenpolizeilichen Vorschriften beim Kind vorhanden sind.

Für die Zulassung zur freiwilligen Radfahrprüfung ist eine schriftliche Zustimmungserklärung und für die Übermittlung des Fahrradausweises ist ein schriftlicher Antrag der Erziehungsberechtigten (inkl. Passfoto) einzuholen (wird meist von den Schulen organisiert und an die zuständige Behörde übermittelt).

Folgende Voraussetzungen gelten für die Prüfungsteilnahme:

  • Vollendung des 9. bzw. 10. Lebensjahres des Kindes
  • Geistige und körperliche Eignung zum Lenken des Fahrrads
  • Kenntnisse der straßenpolizeilichen Vorschriften

Zuständige Behörde: Bezirkshauptmannschaft (Wien: MA 46)

Sie können Ihr Kind behutsam an die verschiedenen Herausforderungen im Straßenverkehr heranführen. Beginnen Sie mit ersten Übungen in einem geschützten Areal, einem sogenannten Schonraum, ohne Verkehr. Das kann ein Schulhof, ein Innenhof oder ein anderes abgesperrtes Gelände ohne Verkehr sein. Im Verkehrserziehungsgarten der Stadt können Sie mit Ihrem Kind in Ruhe die Verkehrszeichen besprechen und das richtige Radfahrverhalten üben. 

Im Straßenverkehr beginnen Sie am besten mit wenig befahrenen Nebenstraßen, Tempo-30-Zonen und/oder Radfahranlagen. Bei den ersten Ausfahrten unterstützen Sie Ihr Kind am besten, wenn Sie vor ihm fahren, damit es von Ihnen lernen kann. Bei weiteren Ausfahrten können Sie Ihr Kind ermuntern, vor Ihnen zu fahren. So können Sie sehen, wie verkehrssicher Ihr Kind bereits ist. Radfahren soll Spaß machen und nicht überfordern. Wiederholtes Üben mit unterschiedlichem Verkehrsaufkommen stärkt Ihr Kind und nach bestandener Radfahrprüfung wird es Ihnen leichter fallen, Ihr Kind selbstständig im Straßenverkehr fahren zu lassen.

Kopfring in der Helmschale über den hinteren Dreh- oder Schieberegler weit machen;

  1. Helm so aufsetzen, dass der Helm die Stirn, Schläfen und den Hinterkopf bedeckt, der vordere Helmrand soll ca. zwei Finger breit über der Nasenwurzel liegen.
  2. Kopfring in der Helmschale über den hinteren Dreh- oder Schieberegler enger machen – nicht zu fest und nicht zu locker, evtl. Test: Kopf nach vorne beugen, der Helm sollte trotzdem am Kopf sitzen und nicht wackeln.
  3. Vorderes Gurtband – der Riemen vor dem Ohr – und hinteres Gurtband – der Riemen, der unter dem Ohr nach hinten verläuft – mit dem Gurtbandverteiler so einstellen, dass die Ohren nicht eingeklemmt werden und die Gurtbänder straff an den Kopfseiten anliegen. Tipp: Die Gurtbänder sollen mit dem seitlichen Helmrand ein Dreieck um das Ohr bilden.
  4. Kinnband schließen und die Weite einstellen. Das Kinnband soll am Kinn anliegen, aber nicht drücken. Zwei Finger sollen zwischen Kinn und Kinnband Platz haben.

Hinweis zu Brillen und Sonnenbrillen: Die Brillenbügel sollten über den Gurtbändern liegen. Bei einem Sturz kann die Brille leichter wegfallen, das verhindert Verletzungen der Augen durch die Brille.

Bei allen Transportarten muss jedes Kind:

  • einen eigenen Sitzplatz haben,
  • mit einem Gurtsystem angegurtet sein,
  • durch die Konstruktion davor geschützt sein, mit Händen oder Beinen in die Räder des Fahrrades oder des Anhängers zu gelangen oder diese zu berühren.

Für den Kindersitz gelten folgende Regelungen:

  • Es darf nur ein Kindersitz am Fahrrad montiert sein.
  • Der Kindersitz darf nur hinter dem Sattel montiert sein.
  • Der Kindersitz muss ein Gurtsystem besitzen, das vom Kind nicht leicht geöffnet werden kann.
  • Er muss eine Kopflehne, einen höhenverstellbaren Beinschutz und eine Vorrichtung besitzen, die sicherstellt, dass die Beine nicht in die Speichen gelangen können. Sicherheits-Tipp: Bei Sätteln mit Spiralfedern sollten diese so abgedeckt werden, dass Kinder nicht hineingreifen können.

Die Person, die das Fahrrad lenkt, muss mindestens 16 Jahre alt sein.

  • Blickfeld: Die Augen eines Kindes liegen tiefer im Schädel und ihr Gesichtsfeld ist daher kleiner. Erst mit ungefähr 12 Jahren ist der Blickwinkel von Kindern gleich groß wie der von Erwachsenen. Bis dahin können Kinder seitlich gelegene Dinge schwerer wahrnehmen. Kinder sehen allein aufgrund ihrer Größe andere Dinge als Erwachsene. Sie haben weniger Überblick über die Situation. Hindernisse, über die Erwachsene bequem hinwegsehen können, kann Kindern völlig die Sicht nehmen.
  • Lokalisierung von Geräuschen: Bis zum Alter von 6 Jahren tun sich Kinder schwer, Geräusche richtig zu orten.
  • Einschätzung von Entfernungen: Dafür ist Tiefenschärfewahrnehmung nötig, diese ist erst mit 9 Jahren vollständig ausgebildet.
  • Einschätzung von Geschwindigkeiten: Geschwindigkeiten beurteilen können Kinder ab ca. 10 Jahren. Dies ist umso schwieriger, wenn es sich um die Einschätzung der Relativgeschwindigkeit handelt, sich also beide VerkehrsteilnehmerInnen in Bewegung befinden.