FAQ

An die Straßenverkehrsordnung (StVO), es regelt das Verhalten von Radfahrerinnen (und allen VerkehrsteilnehmerInnen). Die Fahrradverordnung – als Ergänzung der StVO - behandelt die verkehrssichere Ausrüstung für ein- und mehrspurige Fahrräder und Fahrradanhänger, das Anbringen von Kindersitzen, höchstzulässige Ladegewichte und Sicherheitshinweise.

In Österreich dürfen RadfahrerInnen generell ab dem 12. Lebensjahr am Verkehrsgeschehen teilnehmen. Mit behördlicher Bewilligung (mit Radfahrausweis nach erfolgreich absolvierter freiwilliger Radfahrprüfung) dürfen Kinder ab dem 9. Lebensjahr, wenn sie die 4. Schulstufe besuchen oder ab dem 10. Lebensjahr selbstständig im Straßenverkehr Radfahren. Ohne Fahrausweis dürfen Kinder unter 12 Jahren nur unter Aufsicht einer Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, im Straßenverkehr Radfahren.

Prinzipiell dürfen RadfahrerInnen auf Österreichs Straßen nicht nebeneinander fahren.

Jedoch, RadfahrerInnen dürfen auf Radwegen, in Fahrradstraßen, in Wohnstraßen und in Begegnungszonen nebeneinander fahren.  

In Fußgängerzonen dürfen RadfahrerInnen nebeneinander fahren, wenn das Befahren der Fußgängerzone mit Fahrrädern erlaubt ist.

  • Zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen
  • Frontscheinwerfer mit weißem oder hellgelbem Licht und rotes Rücklicht
  • Rückstrahler* nach vorne wirkend (weiß) und nach hinten wirkend (rot), diese dürfen auch mit dem Schweinwerfer bzw. dem Rücklicht verbunden sein
  • Seitlich wirkende Rückstrahler* (z.B. Katzenaugen) oder reflektierende Reifen (weiß oder gelb)
  • Rückstrahler an den Pedalen (gelb)
  • Eine Vorrichtung zur Abgabe akustischer Warnzeichen (z. B. Klingel, Glocke, Hupe)

*oder Rückstrahlmaterialien (mit je mind. 20 cm² Lichteintrittsfläche), das können z. B. weiße oder rote Reflexfolien sein oder auch Speichenreflektoren, sog. „Speichensticks“.

Die Radhelmpflicht gilt für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. Der Radhelm muss von Kindern getragen werden:

  • wenn sie selbst Radfahren,
  • beim Transport auf Fahrrädern (z. B. im Kindersitz) oder
  • beim Transport in Fahrradanhängern.

Die Aufsichtsperson ist dafür verantwortlich, dass das Kind den Helm trägt. Es gibt keine Strafen beim Fahren ohne Helm, vielmehr setzt der Gesetzgeber auf Bewusstseinsbildung. Wenn der Helm wegen der körperlichen Beschaffenheit des Kindes nicht getragen werden kann, dann gilt diese Helmpflicht nicht.

  • Freihändig fahren
  • Füße während der Fahrt von den Pedalen geben
  • Sich von einem anderen Fahrzeug ziehen lassen
  • Potenziell gefährliche Gegenstände mit sich führen (z.B. aufgespannte Schirme, ungeschützte spitze Gegenstände etc.)

Ein deutlich erkennbares Handzeichen (in die jeweilige Richtung) geben.

Nein. Gehsteige und Gehwege dürfen mit Fahrrädern nicht in der Längsrichtung befahren werden. Nur das Queren, z.B. im Zuge der Zufahrt zu einem Fahrradabstellplatz, ist erlaubt.

Ausnahme: Für Kinder unter 12 Jahren ist das Befahren mit fahrzeugähnlichem Kinderspielzeug und ähnlichen Bewegungsmitteln in Schrittgeschwindigkeit gestattet, wenn dadurch FußgängerInnen und der Verkehr auf der Fahrbahn nicht gefährdet oder behindert werden.

(Klein-)Kinder dürfen mit einem Kinderfahrrad und ähnlichen Bewegungsmitteln (in Schrittgeschwindigkeit) am Gehsteig, Gehweg und in einer Wohnstraße fahren, nicht aber auf der Fahrbahn. Ein Kinderfahrrad gilt rechtlich nicht als Fahrrad, sondern als „fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Ein Kinderfahrrad gilt dann im Sinne der StVO als solches, wenn es einen Felgendurchmesser bis 300 mm hat und eine Höchstgeschwindigkeit von 5 km/h nicht überschreitet. Kinder unter 12 Jahren, die keinen Radfahrausweis besitzen, müssen von einer Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, beaufsichtigt werden. Die Beaufsichtigung entfällt für Kinder über 8 Jahren, sofern das fahrzeugähnliche Kinderspielzeug ausschließlich durch Muskelkraft betrieben wird (z.B. ein Tretroller ohne Motor).

Damit eine Bremse noch funktioniert, falls die andere kaputt geht.

Auf Radfahrstreifen fahren RadfahrerInnen:

  • entsprechend dem vorgegebenen Richtungspfeil,
  • hintereinander,
  • auf der vorgegebenen Fläche (abgetrennte Linie rechts der Kfz-Spur),
  • so in der Spur, dass die Dooring-Gefahr (Gefahr, von plötzlich geöffneten Autotüren verletzt zu werden) minimiert wird und zugleich das Überholen durch Fahrzeuge mit Sicherheitsabstand möglich ist.

Achtung: Ein Radfahrstreifen muss immer auf der rechten Seite der Fahrbahn benützt werden.

Wenn das durchgehende Befahren eines Radfahrstreifens nicht möglich oder zulässig ist oder dieser endet, ist RadfahrerInnen der Wechsel auf den zunächst gelegen verbleibenden Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen, dass sie jeweils im Wechsel einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug nachfolgen können (Reißverschlusssystem).

In Fußgängerzonen ist das Radfahren grundsätzlich nicht erlaubt, das Fahrrad kann geschoben werden.

In Fußgängerzonen, wo das Radfahren durch Beschilderung erlaubt ist, fährt man als RadfahrerIn mit Rücksicht auf FußgängerInnen und maximal mit Schrittgeschwindigkeit.

Der tote Winkel ist jener Bereich, der von FahrzeuglenkerInnen trotz Rückspiegel nicht eingesehen werden kann. Um ihn zu vermeiden, stellen sich RadfahrerInnen entweder seitlich vor dem Fahrzeug auf, sodass sie gut gesehen werden können oder bleiben hinter dem Fahrzeug.

Elektrofahrrad: Pedelecs und E-Bikes bis zu einer Maximalleistung von 600 Watt und einer Geschwindigkeit bis 25 km/h gelten rechtlich als Fahrrad. Es sind dieselben StVO-Vorschriften anzuwenden wie beim Fahrrad.

Achtung: S-Pedelecs (schnelle Pedelecs mit einer Leistung von mehr als 600 Watt und einer Geschwindigkeit höher als 25 km/h) gelten nicht mehr als Fahrrad. Es sind dieselben StVO-Vorschriften anzuwenden wie bei einem Kleinkraftrad/Moped.