FAQ

Sie können Ihr Kind behutsam an die verschiedenen Herausforderungen im Straßenverkehr heranführen. Beginnen Sie mit ersten Übungen in einem geschützten Areal, einem sogenannten Schonraum, ohne Verkehr. Das kann ein Schulhof, ein Innenhof oder ein anderes abgesperrtes Gelände ohne Verkehr sein. Im Verkehrserziehungsgarten der Stadt können Sie mit Ihrem Kind in Ruhe die Verkehrszeichen besprechen und das richtige Radfahrverhalten üben. 

Im Straßenverkehr beginnen Sie am besten mit wenig befahrenen Nebenstraßen, Tempo-30-Zonen und/oder Radfahranlagen. Bei den ersten Ausfahrten unterstützen Sie Ihr Kind am besten, wenn Sie vor ihm fahren, damit es von Ihnen lernen kann. Bei weiteren Ausfahrten können Sie Ihr Kind ermuntern, vor Ihnen zu fahren. So können Sie sehen, wie verkehrssicher Ihr Kind bereits ist. Radfahren soll Spaß machen und nicht überfordern. Wiederholtes Üben mit unterschiedlichem Verkehrsaufkommen stärkt Ihr Kind und nach bestandener Radfahrprüfung wird es Ihnen leichter fallen, Ihr Kind selbstständig im Straßenverkehr fahren zu lassen.

Kopfring in der Helmschale über den hinteren Dreh- oder Schieberegler weit machen;

  1. Helm so aufsetzen, dass der Helm die Stirn, Schläfen und den Hinterkopf bedeckt, der vordere Helmrand soll ca. zwei Finger breit über der Nasenwurzel liegen.
  2. Kopfring in der Helmschale über den hinteren Dreh- oder Schieberegler enger machen – nicht zu fest und nicht zu locker, evtl. Test: Kopf nach vorne beugen, der Helm sollte trotzdem am Kopf sitzen und nicht wackeln.
  3. Vorderes Gurtband – der Riemen vor dem Ohr – und hinteres Gurtband – der Riemen, der unter dem Ohr nach hinten verläuft – mit dem Gurtbandverteiler so einstellen, dass die Ohren nicht eingeklemmt werden und die Gurtbänder straff an den Kopfseiten anliegen. Tipp: Die Gurtbänder sollen mit dem seitlichen Helmrand ein Dreieck um das Ohr bilden.
  4. Kinnband schließen und die Weite einstellen. Das Kinnband soll am Kinn anliegen, aber nicht drücken. Zwei Finger sollen zwischen Kinn und Kinnband Platz haben.

Hinweis zu Brillen und Sonnenbrillen: Die Brillenbügel sollten über den Gurtbändern liegen. Bei einem Sturz kann die Brille leichter wegfallen, das verhindert Verletzungen der Augen durch die Brille.

Bei allen Transportarten muss jedes Kind:

  • einen eigenen Sitzplatz haben,
  • mit einem Gurtsystem angegurtet sein,
  • durch die Konstruktion davor geschützt sein, mit Händen oder Beinen in die Räder des Fahrrades oder des Anhängers zu gelangen oder diese zu berühren.

Für den Kindersitz gelten folgende Regelungen:

  • Es darf nur ein Kindersitz am Fahrrad montiert sein.
  • Der Kindersitz darf nur hinter dem Sattel montiert sein.
  • Der Kindersitz muss ein Gurtsystem besitzen, das vom Kind nicht leicht geöffnet werden kann.
  • Er muss eine Kopflehne, einen höhenverstellbaren Beinschutz und eine Vorrichtung besitzen, die sicherstellt, dass die Beine nicht in die Speichen gelangen können. Sicherheits-Tipp: Bei Sätteln mit Spiralfedern sollten diese so abgedeckt werden, dass Kinder nicht hineingreifen können.

Die Person, die das Fahrrad lenkt, muss mindestens 16 Jahre alt sein.

  • Blickfeld: Die Augen eines Kindes liegen tiefer im Schädel und ihr Gesichtsfeld ist daher kleiner. Erst mit ungefähr 12 Jahren ist der Blickwinkel von Kindern gleich groß wie der von Erwachsenen. Bis dahin können Kinder seitlich gelegene Dinge schwerer wahrnehmen. Kinder sehen allein aufgrund ihrer Größe andere Dinge als Erwachsene. Sie haben weniger Überblick über die Situation. Hindernisse, über die Erwachsene bequem hinwegsehen können, kann Kindern völlig die Sicht nehmen.
  • Lokalisierung von Geräuschen: Bis zum Alter von 6 Jahren tun sich Kinder schwer, Geräusche richtig zu orten.
  • Einschätzung von Entfernungen: Dafür ist Tiefenschärfewahrnehmung nötig, diese ist erst mit 9 Jahren vollständig ausgebildet.
  • Einschätzung von Geschwindigkeiten: Geschwindigkeiten beurteilen können Kinder ab ca. 10 Jahren. Dies ist umso schwieriger, wenn es sich um die Einschätzung der Relativgeschwindigkeit handelt, sich also beide VerkehrsteilnehmerInnen in Bewegung befinden.